Mit diesem Roman führt die Autorin wieder einmal die Geschichte um "Vampir-Detektiv" Jack Fleming fort und verknüpft sie geschickt mit der eines ihrer anderen "Helden" – mehr sei hierzu aber nicht verraten, um die Überraschung nicht zu verderben.
Nach wie vor ist Vampir Jack auf der Suche nach seiner verlorenen Liebe Maureen und wird dabei von seinem Freund Escott unterstützt – eine Hilfe, ohne die, das zeigt sich auch in diesem Roman, der gute Jack bald nur noch Asche wäre. Hinweise führen die beide zur Villa einer reichen Lady, Emily Francher – war dies Maureens letzter Aufenthaltsort? Vieles deutet genau darauf hin, allerdings beherbergt diese Villa neben einigen Rätseln auch einen geheimnisvollen Fremden, der als Sekretär für Lady Francher arbeitet. Er ist allerdings nicht die einzige Leiche im Keller dieses Hauses und weniger gefährlich als andere Mitbewohner. Das Geheimnis lüftet sich nur allmählich, und Jack muss für die Wahrheit fast mit seinem untoten Leben bezahlen.
Die Story um Jack Fleming wusste schon in den Vorgängern zu gefallen und dem tut dieser Roman keinen Abbruch. Die Mischung aus hard-boiled-Krimi und Vampir-Horror ist nach wie vor gelungen, wenn auch erstere Zutat in diesem Band nicht so stark zur Geltung kommt. Dafür überrascht die Autorin mit einem interessanten "Gast" – oder wird der auch weiterhin eine besondere Rolle für Jack Fleming spielen? Das werden wohl erst die weiteren Folgen zeigen... Das Ganze ist routiniert geschrieben, manchmal etwas unübersichtlich geschildert, aber unterhaltsam zu lesen und mit einer Prise Humor gewürzt die gerade richtig dosiert ist für dieses ganz spezielle Genre des "hard-boiled-Vampir-Krimis", wenn man das mal so nennen will. Wer Jacks Abenteuer bisher schon verfolgt und gemocht hat, kann hier bedenkenlos zugreifen. Wem Jack Fleming noch unbekannt ist, sollte rasch einsteigen, bevor (vgl. Necroscope) die Reihe zu weit fortgeschritten ist, um mittendrin noch den Faden aufzunehmen. Bei Blutzirkel ist das noch kein großes Problem; selbst wer Vampirliteratur bisher nicht mochte, sollte in den Geschichten um Jack Fleming spannende und kurzweilige Lektüre finden. Die Aufmachung ist wie üblich tadellos und entspricht dem gewohnten Standard des Verlags – insgesamt also ein gefälliges Stück Gruselliteratur, um das einen das Geld nicht schade sein muss.