In der "Bizarren Bibliothek" des Festa-Verlags erschien nun dieser Klassiker des Genres und, nicht zuletzt wohl auch dank Lovecrafts lobender Worte, Hodgsons bekanntestes Werk.
Zwei Wanderer entdecken in den einsamen Ruinen eines alten Hauses in Irland die Aufzeichnungen des vormaligen Besitzers. Die Lektüre offenbart erschreckende und fantastische Erlebnisse desselben, denn offenbar ist dieser Ort verflucht und wird von grausigen schweinsgesichtigen Kreaturen heimgesucht, die in einem Spalt unter der Erde hausen. Realität (?) und Wahnsinn vermischen sich für den Protagonisten, der in einer Art Vision durch Zeit und Raum reist und dabei sogar das Ende all dessen zu sehen scheint...
>BR> Man könnte diesen Roman beinahe als "New Age" bezeichnen, wüsste man nicht, dass er schon Anfang des 20. Jahrhunderts entstand. Die mentale Reise des Protagonisten durch die Zeit, seine Beobachtungen des Untergangs des Sonnensystems, ja des Universums und seine metaphysischen Schlussfolgerungen und Gedanken wirken recht abgehoben und fügen sich kaum in die eigentlich konventionell begonnene Spukgeschichte um die schweinsgesichtigen Kreaturen ein. Das sie nicht so "konventionell" bleibt wie man erwarten könnte, ist nichts Negatives, aber wie Stableford in seinem interessanten Vorwort schon sagt, wirkt dieser Roman mitunter reichlich unbeholfen und holprig. Der Leser muss sich schon Mühe geben um zu verstehen, dass all diese Aufzeichnungen das Produkt eines sich verwirrenden Geistes sind, die gruseligen Erlebnisse und Monstrositäten ebendieses.
Letztlich wird dadurch aus diesem Roman aber ein trefflicher Vertreter der "Bizarren Bibliothek", die ja grundsätzlich eher ungewöhnliche Werke des Fantastischen enthält. Anspruchsvolle und genrehistorisch interessierte Leser dürfen sich über eine schöne und gelungen übersetzte Ausgabe eines einflussreichen Werks freuen; wer auf leichte Unterhaltung aus ist, greift lieber zu den Vampirromanen des Verlags.